Elberadweg Prag – Dresden

Anreise [Prag]
30-06-2019
Zur Anreise trafen wir uns früh morgens am Sonntag, bei bestem Wetter, in Neufahrn auf dem OMG Parkplatz. Nach etwas Verwirrung, weil Wolfgang unser Busfahrer sich in Neufahrn im Wohngebiet mit Seinem Busgespann festgefahren hatte, konnten wir unsere 23 Räder im Radelanhänger verladen lassen und es ging los nach Prag. Etwas außerhalb von Prag bezogen wir ein schönes Hotel und trafen Thomas unseren Reiseleiter für die nächsten Tage. Nachmittags führte Thomas uns durch die Prager Burg und unser Abendessen hatten wir während einer wunderschönen Moldauschifffahrt. Den Rest des Abends konnten wir individuell in der Prager Altstadt genießen.
Bilder von Prag

1.Tag [Veltrusy -Mělníkan nad Laben – Roudnice nad Laben]
01-07-2019
Die erste Etappe startet ca. 20Km nördlich von Prag am Barockschloss Veltrusy. Wir radelten zuerst entlang der Moldau bis nach Mělník. Vom Schloss Mělník aus hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf die Mündung der zwei größten tschechischen Flüsse - der Moldau und der Elbe. Nach der Mittagspause ging es auf einem perfekt ausgebauten Radweg direkt entlang der Elbe bis nach Roudnice nad Labem. Wolfgang brachte uns dann mit dem Bus nach Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe) zu unserem Hotel für die nächsten 3 Tage.
(Etappenlänge: etwa 53Km)
Bilder vom 1.Tag

(Die nächsten zwei Etappen fuhren wir anders als geplant vom ursprünglich geplanten Ziel zum Start und hatten dadurch Rückenwind und weniger Gedränge auf der Strecke.)

 2.Tag [Bad Schandau – Hřensko (Herrnskretschen) – Děčín (Tetschen) – Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe)]
02-07-2019
Die zweite Etappe radelten wir auf einem wunderschön ausgebauten Radweg, der durch die imposante Landschaft des Elbsandsteingebirges und des Böhmischen Mittelgebirges beiderseits der Elbe führte.  Wir fuhren von Bad Schandau an bizarren Sandsteinformationen der Sächsischen und Böhmischen Schweiz vorbei, über Tetschen bis nach Aussig zu unserem Hotel.
Am Grenzort Herrnskretschen, ließen wir die Räder, bewacht von Regine und Doris, stehen, und machten eine sportliche Wanderung zum berühmtesten Sandsteingebilde Tschechiens, zum sog. Prebisch Tor (Pravčická brána).
(Etappenlänge: etwa 60Km)
Bilder vom 2.Tag

3.Tag [Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe) – Litoměřice (Leitmeritz) – Roudnice nad Laben]
03-07-2019
Morgens ging es von  Aussig am rechten Elbufer durch die vulkanische Berglandschaft des böhmischen Mittelgebirges bis nach Leitmeritz. Sie ist die schönste Stadt Nordböhmens liegt am Zusammenfluss der Eger und der Elbe und ist vor allem als zweit älteste Bischofsstadt Böhmens und als Zentrum des sog. „böhmischen Gartens“ bekannt. Nach unserer Mittagspause in der reizvollen Altstadt fuhren wir,  über Theresienstadt, an fruchtbaren Getreide und Gemüsefeldern und ausgedehnten Obstgärten vorbei, durch malerische Dörfer bis nach Roudnice, unserem Ziel von der ersten Etappe. In Theresienstadt hatten wir Zeit die Gedenkstätte kurz zu besichtigen.
(Etappenlänge etwa 53Km)
Bilder vom 3.Tag

4.Tag Bad Schandau – Pirna – Dresden
04-07-2019
Unsere Abschiedsetappe startete in Bad Schandau und führte am linken Elbeufer durch die Traumlandschaft der Sächsischen Schweiz. Es ging über Königsstein, dem Kurort Rathen und Pirna, weiter am berühmten Schloss Pillnitz vorbei, bis nach Dresden, wo diese erlebnisreiche Radtour endete. Hier verabschiedeten wir uns von unserem souveränen Tourenleiter Thomas und Wolfgang brachte uns wohlbehalten zurück nach Neufahrn.
(Etappenlänge: 45Km)
Bilder vom 4.Tag

Oberbayerns Seen und Flüsse

Bericht von der Fahrradtour an Oberbayerns Flüssen und Seen entlang von Sigi Hochhold

Der ADFC Freising hat dieses Jahr eine 4-Tages-Radtour ins Bayerische Oberland angeboten, die vom 23.-26.Juni 2019 von Sigi Hochhold geführt worden ist. Auch Nicht-ADFC-Mitglieder konnten gegen eine kleine Gebühr daran teilnehmen. Für ADFC-Mitglieder war die Tour kostenlos. Die Tagesetappen waren mit ca. 80 km kalkuliert und konnten von allen Teilnehmern gut gemeistert werden. Auf vielen landschaftlich schön gelegenen Schotter- und Waldwegen und überwiegend auf Nebenstraßen konnten die 10 Teilnehmer beweisen, dass sie ihre Fahrräder beherrschen und Spaß an längeren Fahrstrecken haben. Jeden Tag (bis auf den Starttag) wurden wir von Sonnenschein aufgeweckt und immer wieder mit herrlichen Ausblicken auf die blaue Kulisse der Seen und des Wetterstein-Gebirges belohnt.
Am ersten Tag führte der schattige Weg den Würm-Kanal entlang bis zum Tipi-Platz am Lußsee, wo an der sehr sehenswerten Schrottkapelle die erste Pause eingelegt wurde. Immer die Würm entlang erreichten wir das  malerische Mühltal. Die Algenlandschaft der Würm erstrahlte in voller weißer Blüte und bot durch die Sonneneinstrahlung ein mystisches Schauspiel. Nach der verdienten Stärkung im ‚königlichen‘ Biergarten Leutstetten führte die Route am Ostufer des Starnberger Sees entlang zur Fischerrosl in St. Heinrich. Nach einem Bad im Starnberger See und einem köstlichen Fisch zum Abendessen bereiteten wir uns auf den zweiten Tag vor. Über den Seeshaupter Bahnhof ging es über sehr schöne Waldwege an den Osterseen vorbei Richtung Riegsee. Mehrmals haben wir angehalten und unsere Blicke über Kuhweiden, Seen und die wunderschöne Voralpenlandschaft schweifen lassen. Nach der Mittagspause Im Seerestaurant Alpenblick in Uffing am Staffelsee ging es durch das Murnauer Moos und weiter an der Südseite des Staffelsees zurück nach Murnau. Ein feines italienisches Eis am Marktplatz hat unsere durstigen Kehlen etwas abgekühlt. Das Abendquartier am prächtig gelegenen Rießersee oberhalb Garmisch erreichten wir über Ohlstadt und die Loisach entlang. Eine kleine Mutprobe bei der Durchquerung der Loisach endete unter lautem Hallo für 2 Teilnehmer mit durchnässten Schuhen. Für den letzten anstrengenden Anstieg zum Hotel wurden wir beim Abendessen mit einem herrlichen Blick auf die Alpspitze und den Waxenstein belohnt. Der wunderbare Tag schenkte uns noch ein romantisches Alpenglühen oberhalb des Höllentals. Der dritte Tag begann mit einer rasanten Talfahrt nach Garmisch. An der Sprungschanze vorbei musste jetzt der lange aber nicht steile Anstieg auf dem Radweg neben der B2 bis an die Isar in Krün gemeistert werden. Der Blick auf das näher kommende majestätische  Karwendelgebirge gab die nötige Motivation. An Wallgau vorbei, die Isar entlang und auf der Mautstraße führte unser Weg zum ‚Jäger von Fall‘, wo die notwendige Pause eingelegt wurde. Nach einem Bad im Sylvensteinspeicher ging es auf dem landschaftlich sehr schönen Radweg ziemlich flott Richtung Lenggries zur dringend notwendigen Abkühlung in einem Eiscafe. Der Rest nach Bad Tölz war dann schnell zurück gelegt. Erst der letzte km zu unserem Hotel Haus am Wald wurde wieder beschwerlich. Die gastfreundliche Hoteliersfamilie und das kräftigende Abendessen ließen uns die Anstrengung schnell vergessen.  Der letzte Tag begann leider mit einem irreparablen Schaden am Fahrrad des Tourenleiters. Der Pannendienst des ADFC musste einspringen und brachte das kaputte Fahrrad samt Fahrer zur S-Bahn nach Wolfratshausen. Die Tour übernahm der glücklicherweise ebenfalls teilnehmende ADFC-Tourenleiter Hans Pemp, der die Gruppe die Isar entlang nach Neufahrn zurück führte. Das Highlight des Tages war beim Mittagessen im Gasthaus zur Mühle in Straßlach die Floßrutsche, die von 4 Flößen nacheinander mit lautem Geschrei und Getöse benutzt worden ist. Immer wieder ein Erlebnis. Die 4 wunderschönen Radltage in unserer bayerischen Heimat werden allen Teilnehmern lange im Gedächtnis bleiben.

Botaniktour II

Bericht von Werner Biberacher

Morgenstund hat Gold im Mund!

Und außerdem ist es vormittags in der schattenfreien Garchinger Heide noch nicht so heiß. Deshalb machte sich die ADFC-Kleingruppe am Sonntag frühmorgens auf in Richtung Eching.

Am Dietersheimer Steg stießen drei Radlfreunde (zwei aus Eching und einer sogar aus München!) zur Gruppe. Nach kurzer Pause ging es weiter durch Dietersheim zur Heide.
Leider nur 27 ha sind in der ursprünglichen Form von einem Areal geblieben, das sich früher vom Münchner Norden bis Freising zog, und enormen Artenreichtum auswies. Auch jetzt noch sind dort 218 nachgewiesenen Pflanzenarten beheimatet, von denen mehr als 50 auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen - nicht nur alpine Pflanzen, sondern auch typische Vertreter der ungarischen Tiefebene, der nordischen Länder und sogar des Mittelmeerraumes.
Der größte Teil der nördlichen Münchner Schotterebene wird inzwischen als Acker- und Bauland genutzt. Die Garchinger Heide ist in der ursprünglichen Form erhalten.

Dort übernahm Dr. Klaus Neuhaus, Mikrobiologe an der TUM, die Führung.
Einige Adonisröschen leuchteten noch aus der Ferne. Ansonsten konnte man, wie erwartet, von den Frühblühern nur noch die Samenstände sehen. Durch die Kälte der letzten zwei Wochen waren auch die Frühsommerblüher noch nicht so weit entwickelt. Aber erste Vorboten, wie zum Beispiel einzelne Exemplare von Dauer-Lein (dieser wird ein, zwei Wochen später ganze Teppiche bilden), von Brillenschötchen, Salomonsiegel oder Ehrenpreis - um nur einige zu nennen – zeigten schon Präsenz. Ein Höhepunkt waren sicher erste Exemplare von Knabenkrautorchideen.

Aber nicht nur die zahlreichen und teilweise sehr seltenen Pflanzen der Garchinger Heide lernten wir kennen, sondern wir erfuhren auch interessante weitere Details: Grundsätzliches zum Magerrasen, zum Wechselspiel Insekt - Pflanze bei der Bestäubung bzw. Samenverbreitung, zur Namenskunde (Knabenkraut :-), zur richtige Betonung der botanischen Namen (Erika=vorletzte Silbe) u.v.m.
Nach diesem ersten Teil der Führung mussten wir nur kurz radeln. Denn gleich im Norden der Heide schließt sich die Echinger Lohe an. Sie ist ein Überbleibsel von einem vormals großen Lohwald. Heute wird vom Mensch nicht mehr eingegriffen und es soll wieder ein „Urwald“ entstehen. Dadurch entwickelt sich wieder eine sehr artenreiche Fauna (im besonderen bzgl. der Käfer), aber es kommen auch erstaunlich viele Pflanzen im Wald vor, wie z.B. der Aronstab, die  Herbstzeitlose, die Haselwurz oder Lilien.
Auch diesen kleinen Wald erwanderten wir uns fast komplett. Nach knappen drei Stunden Führung war es dann Zeit höchste Zeit, sich auch um das leibliche Wohl zu kümmern. Nach wenigen Radkilometern erreichten wir den Echinger Hof und machten eine ausgedehnte Mittagspause.

Unser herzlicher Dank gilt Herrn Dr. Neuhaus. Seine eigene Begeisterung für die Natur und sein Fachwissen konnte er sehr gut an uns weitergeben. Die zahlreichen Fragen belegen das. Wir hoffen, dass wir ihn auch nächstes Jahr als Botanikführer an unserer Seite haben! Und natürlich geht auch ein herzlicher Dank an Martina, die diese gelungene Tour vorbereitet und souverän geführt hat.

Die Echinger und Münchner Radlfreunde verabschiedeten sich. Der Rest der ADFC-Gruppe machte sich mehr oder weniger direkt auf den Weg zurück nach Freising.

Weitere Bilder in der Galerie

Sternfahrt des ADFC nach München 7. April 2019

Bericht von Detlev Harms

Liebe Sternfahrt Teilnehmer,

wir möchten uns bei Euch für Euer Engagement für unsere ADFC-Sternfahrt nach München bedanken. Nur durch Euch war es möglich, dass 15000 Teilnehmer auf der zentralen Veranstaltung am Königsplatz und später auf der Radel-Demo auf dem Altstadtring und um München zusammen gekommen sind. Wir aus Freising und der OG Neufahrn/Eching haben das ohne Pannen geschafft. Danken tun wir natürlich auch dem Wettergott, es war das optimale Wetter zum radeln und ein großes DANKE an die Veranstalter, es war ein tolles Event.

Euer ADFC Freising

Zengermoos-Flughafen Runde

Von Sepp Lettner

Bei schönem Wetter haben sich 14 Radler spontan zu einer Tour in Neufahrn getroffen. Tourenleiter Sepp Lettner hat die Zengermoos-Flughafen Runde mit Airbräu-Einkehr vorbereitet.
Von Neufahrn ging es zuerst an der Isar entlang, nach einem kurzen „Singletrail“ im Auwald haben wir die B301 überquert und sind am Hauslerhof vorbei ins Zengermoos gefahren. Der stramme Ostwind hat uns etwas gefordert, aber der guten Laune nicht geschadet. In Kempfing sind wir nach Norden abgebogen und durch die Felder, nun eher mit Rückenwind, an Notzing und Oberding vorbei nach Schwaig geradelt. Die Baustelle der neuen S-Bahntrasse hat uns noch einen kleinen Umweg beschert. Sepp hat einen Radweg entdeckt, der die nun schon hungrige Gruppe direkt ins Airport Center zum Airbräu gebracht hat. Schnell die Räder abgestellt und zur wohlverdienten Rast im Airbräu eingekehrt. Nach der Pause fuhren wir vom Flughafen an die Isar, wo Walters Rad noch einen „Plattfuß“ hatte. Nach dem Schlauchwechsel und frischer Luft im Reifen ging es heimwärts nach Neufahrn.

© ADFC Freising 2019