Rund um den Radverkehr


 

Die Verkehrswende braucht das Fahrrad!

Die Nachteile einer Stadtplanung und Verkehrspolitik, die 60 Jahre lang vom Autoverkehr dominiert war, sind inzwischen unübersehbar. Diese Verkehrspolitik hat zum Stillstand des Verkehrs und direkt in den Stau geführt. Sie hat unsere gewachsenen Städte, die Natur und das Klima zerstört. Schadstoffausstoß, Lärm und Unfälle kosten seit der Einführung des massenhaften Autoverkehrs Hunderttausende das Leben und schädigen die Gesundheit von Millionen.

Hier gehts zur ADFC-Booklet

Bahntrassen des neuen ICE 4

Mit dem Fahrplanwechsel am 9.12.2018 werden die Bahntrassen für den neuen ICE 4 erweitert.
Somit gibt es z.B. die Möglichkeit sein Radl bequem nach Berlin im ICE mitzunehmen.
Die Züge fahren alle 2 Stunden über Nürnberg, Erfurt und Leipzig.
Kapazität pro ICE 4 beträgt 8 Radl, eine rechtzeitige Buchung ist daher wichtig!

Weitere Verbindungen auf der Grafik.

Verkehrsrecht für Radfahrende

Das Fahrrad ist ein Fahrzeug – und Radfahrende sind Fahrzeugführer mit allen Rechten und Pflichten. Deshalb gelten zunächst die allgemeinen Regeln für den Fahrzeugverkehr. Auf diese Regeln geht der folgende Beitrag nur ein, wenn sie besondere Bedeutung für Radfahrende haben. Außerdem enthält die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) Vorschriften speziell für den Radverkehr. Um diese Vorschriften, ihre Beachtung und mögliche Konflikte soll es hier vor allem gehen.

Hier gehts zum ADFC Dokument Stand Juni 2018.

Bayern will bis 2025 Radverkehrsanteil von 20 Prozent erreichen

m Februar 2017 hat die Bayerische Staatsregierung das lang erwartete Radverkehrsprogramm Bayern 2025 veröffentlicht und widmet sich damit erstmals in dieser Form dem Thema Radverkehr. Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann stellte es auf einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) Bayern im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse f.re.e in München vor. Am 30. März präsentierte der Minister das Programm darüber hinaus im Haus der Bayerischen Landkreise bei einem ADFC-Fachgespräch hochrangigen Vertretern von Kommunen, Verbänden und aus dem ADFC. Unter Moderation des ADFC-Landesvorsitzenden Armin Falkenhein stellte er sich im Anschluss der Diskussion mit dem Fachpublikum. Am 8. April befasste sich dann auch die Landesversammlung des ADFC Bayern mit dem Programm und seiner Umsetzung.
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Freising wird Fahrradfreundlich

Die Stadt Freising hat mit der Umgestaltung ihrer Innenstadt begonnen. Wesentliches Ziel ist die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs durch das Einrichten eines verkehrsberuhigten Bereichs. Hierzu wird die derzeitige Trennung der Verkehrsteilnehmer aufgehoben und der gesamte Straßenraum niveaugleich und barrierefrei ausgebaut.

Im Zuge der Neugestaltung soll sich die Situation für die Freisinger Radler und der zahlreichen Radltouristen erheblich verbessern. Neben der durchgängigen Befahrbarkeit mit fahrradfreundlicher Oberfläche ist die Neuerrichtung von 610 Abstellmöglichkeiten vorgesehen. Diese sollen sowohl dezentral als auch an den Eingängen zur Innenstadt in Form überdachter Sammelplätze mit zusätzlichen Serviceangeboten wie Schließfächern angeboten werden. Die Umgestaltungsmaßnahmen sollen bis 2024 abgeschlossen sein.

Ausgiebige Informationen findet Ihr auf der Homepage "Neugestaltung Innenstadt"!

 

Eine Radlautobahn von München nach Garching

Von Lea Frehse

Wer zum Thementag "Radverkehr in der Region" mit dem Fahrrad kam, musste sich nach einem Laternenpfahl umschauen. Alle Fahrradständer vor dem Landratsamt waren belegt. Damit war schon auf der Straße klar, worüber drinnen diskutiert wurde: Begeisterte Radler gibt es immer mehr, doch es hapert an der Infrastruktur. Auch, weil Politik und Wirtschaft einiges verschlafen haben.
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Verkehrsgerichtstag stärkt ADFC-Vorschläge


Beim Verkehrsgerichtstag vom 25. bis 27. Januar 2017 in Goslar sprachen die Experten auch Empfehlungen zur Sicherheit des Radverkehrs aus und stärkten damit viele Vorschläge des ADFC. Der Verband hat die Interessen der Radfahrer mit einem Fachbeitrag auf der Konferenz vertreten und wertet den Ausgang als vollen Erfolg.
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Neue Regeln für Radfahrer

Zum Jahreswechsel gab es einige Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO), die auch Neuregelungen für Radfahrer bedeuten. Kinder bis zum 8. Lebensjahr mussten bisher auf dem Gehweg fahren, auch wenn ein Radweg vorhanden war. Diese Regelung führte häufig zu praktischen
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Moosburg bietet Schließfächer, die gratis das E-Bike aufladen

Moosburg - Mit dem E-Bike nach Moosburg zum Einkaufen radeln wird ab sofort noch komfortabler: Die Stadt hat neue Schließfächer installiert, die nicht nur Gepäck verwahren, sondern auch noch gratis den Akku von Pedelecs laden.

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Leihräder für Freising

Bund will Radschnellwege stärker fördern

Das Bundesverkehrsministerium wird sich künftig direkt an der Finanzierung von Radschnellwegen beteiligen. Laut Ministerium arbeite man bereits an einer Gesetzesvorlage, die eine solche Förderung ermögliche. Bislang sind Radschnellwege Sache der Länder und Kommunen, der Bund hat nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Unterstützung. Das soll sich nun ändern.
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ADFC-München macht sich Luft!

"Die Politik ordnet alles dem Autoverkehr unter"

Interview von Thierry Backes

Martin Glas, 44, ist Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in München. Seine Bilanz der Verkehrspolitik im Rathaus fällt vernichtend aus.
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Autobahnen für Radfahrer

Von Tanja Schwarzenbach

Auf manchen Strecken bedarf es noch eines gewissen Abenteuergeists, um sich mit dem Fahrrad aus dem Umland Richtung Innenstadt zu bewegen - auf Pfaden, die nicht unbedingt für den Radverkehr geschaffen wurden. Das aber könnte sich bald ändern, denn der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hat sich eines großen Themas in der deutschen Mobilitätsdebatte angenommen: der Radschnellwege, wie sie beispielsweise bereits in Holland und Dänemark zum Alltag gehören.
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Quelle:SZ


 

 

Wahrheit oder Irrtum? Was Radler dürfen - und was nicht

Von Isabell Noé

Wo dürfen Radler nebeneinander fahren? Darf man losrollen, wenn die Fußgängerampel "grün" zeigt? Und muss man bei "Radfahrer absteigen" wirklich schieben? Wir sagen's Ihnen.

Reifen aufpumpen, Schaltung warten, Kette fetten - der Frühling ist da, höchste Zeit, das Fahrrad wieder flottzumachen, wenn es die letzten Monate im Keller stand. Und wo man schon dabei ist, kann man auch gleich die Kenntnisse zum Thema Radlerrechte etwas auffrischen. Hier ein Überblick:

1. Müssen Radfahrer auf den Radweg?

Nein. Zumindest nicht grundsätzlich. Radler müssen Radwege nur nehmen, wenn diese mit einem blauen Schild gekennzeichnet sind. Die blauen Radwegeschilder dürfen aber nicht überall stehen. Eine Benutzungspflicht darf nur angeordnet werden, wenn auf der Straße eine "besondere Gefahrenlage" herrscht und wenn der Radweg bestimmte bauliche Mindestanforderungen erfüllt. Außerdem muss der Radweg in einem Zustand sein, in dem man ihn auch gefahrlos benutzen kann. Bei Schnee und Eis, Baustellenabsperrungen oder anderen Hindernissen dürfen Radler auf jeden Fall die Straße benutzen.   

2. Wo und wie dürfen E-Bikes fahren?

Die meisten E-Bikes sind ganz normale Pedelecs. Hier unterstützt der Motor nur beim Treten und riegelt bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h ab. Hier gelten die gleichen Regeln wie für normale Fahrräder: Man braucht weder Helm noch Kennzeichen oder Führerschein und darf auf dem Radweg fahren. Anders sieht es bei sogenannten S-Pedelecs aus. Sie fahren meist auch ohne Muskelkraft, allerdings nicht so schnell, mit Treten erreicht man bis zu 45 km/h. Für S-Pedelecs braucht man eine Haftpflichtversicherung inklusive Kennzeichen. Außerdem besteht laut Bundesverkehrsministerium Helmpflicht. Radwege dürfen nur genutzt werden, wenn diese für Mofas freigegeben sind. 

3. Haftet man automatisch mit, wenn man keinen Helm trägt?

Nein. Zwar reduziert ein Helm das Risiko für Kopfverletzungen. Doch wenn der Radler keine Mitschuld am Unfall trägt, haftet er auch nicht für Schäden, die vielleicht vermeidbar gewesen wären. Der Bundesgerichtshof hat 2014 einer Helmpflicht durch die Hintertür eine Absage erteilt. Das Urteil gilt aber nur für Alltagsradler, die sich in normalem Tempo bewegen, also keine besonderen Risiken eingehen. Wenn man Radfahren als Sport betreibt, könnten ohne Helm Leistungskürzungen drohen.

4. Darf man auf dem Bürgersteig fahren, wenn man ein Kind begleitet?

Kinder unter acht Jahren müssen mit dem Rad auf dem Gehweg fahren, bis zum zehnten Geburtstag dürfen sie es. Aber was ist mit den Erwachsenen, die sie begleiten? Die müssen auf der Straße fahren, zumindest im Moment noch. Das Bundesverkehrsministerium hat letztes Jahr durchblicken lassen, dass die Straßenverkehrsordnung geändert werden soll. Aufsichtspersonen sollen Kinder künftig auf dem Bürgersteig begleiten dürfen. Noch ist diese Neuregelung allerdings nicht durch.

5. Muss man bei "Radfahrer absteigen" wirklich absteigen?

Das Zusatzzeichen "Radfahrer absteigen" findet man gelegentlich an Baustellen, aber auch dort, wo sowieso niemand fahren darf, beispielsweise vor Fußgängerzonen oder Gehwegen. Hier dann in Kombination mit weiteren Verkehrsschildern, beispielsweise dem generellen Durchfahrtsverbot. Dann muss man sowieso absteigen, der Hinweis dient also lediglich der Verdeutlichung. Für sich allein ist das "Radfahrer absteigen"-Schild wirkungslos. Wenn es beispielsweise an einer unpassierbaren Baustelle auf einem Radweg steht, muss man nicht schieben, sondern kann auch einfach auf die Straße ausweichen.

6. Dürfen Radfahrer nebeneinander fahren?

Ja, dürfen sie. Aber nur, wenn dadurch der übrige Verkehr nicht behindert wird. In Fahrradstraßen müssen Radler auf Autos dagegen keine Rücksicht nehmen. Und wenn mehr als 15 Radler als Gruppe unterwegs sind, bilden sie einen geschlossenen Verband. Dann dürfen sie grundsätzlich in Zweierreihen fahren. 

7. Nach welchen Ampeln muss man sich richten?

Auf der Straße ist die Sache einfach. Hier richten sich Radler nach den Ampeln für den Fließverkehr, nicht nach denen von parallel laufenden Fußwegen. Haben die Fußgänger "grün", darf man also noch nicht losrollen. Für Radfahrstreifen auf der Straße und benutzungspflichtige Radwege gibt es oft eigene Fahrradampeln. Die sind dann auch bindend. Ohne Fahrradampeln wird die Sache komplizierter, jedenfalls dann, wenn der Radweg ohne eine Trennung neben dem Gehweg verläuft. Dann muss man sich an die Fußgängerampel halten – zumindest noch bis Ende 2016. Danach gelten auf Radwegen ohne eigene Ampel grundsätzlich die Lichtzeichen für Autofahrer. 

8. Haben Radfahrer in Fahrradstraßen Vorfahrt?

Nicht automatisch. Sofern nichts anderes geregelt ist, gilt auch in Fahrradstraßen rechts vor links. Ist die Fahrradstraße für den Autoverkehr freigegeben, haben von rechts kommende Autos also Vorfahrt.

9. Wo darf man sein Rad abstellen?

Gehwege, Plätze, Fußgängerzonen – Fahrräder darf man abstellen, wo man möchte. Parkverbote für Räder sind in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen. Ein Geschäftsinhaber hat also wenig Handhabe gegen Fahrräder vor seinem Schaufenster, sofern es sich um öffentliches Straßenland handelt. Als Radfahrer sollte man natürlich zusehen, dass man beim Parken niemanden behindert und genügend Platz für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen lassen. 

Theoretisch darf man sein Rad sogar wie ein Auto längs am Fahrbahnrand parken. Dann muss es aber bei Nacht gut sichtbar sein. Damit dürfte das in den meisten Fällen keine Option sein. Aufpassen muss man, wenn man das Rad nahe an geparkten Autos abstellt. Kippt es aufs Auto, kann man womöglich für Schäden am Auto haftbar gemacht werden. Hier urteilen die Gerichte aber unterschiedlich. 

10. Darf man an Ampeln wartende Autos überholen?

Jein. Am stehenden Verkehr dürfen Radfahrer in mäßigem Tempo rechts vorbeirollen, wenn der Platz das zulässt. Autofahrer sind nicht verpflichtet, Platz zu machen Was man aber nicht darf: sich mittig zwischen zwei Fahrzeugkolonnen durchschlängeln oder links überholen und dabei den Gegenverkehr gefährden. Auf einer freien Fahrspur links überholen ist dagegen erlaubt.

11. Gilt das Rechtsfahrgebot auch auf Radwegen?

Ja. Wenn es auf der rechten und der linken Straßenseite einen Radweg gibt, muss man den rechten benutzen. Einen Radweg auf der gegenüberliegenden Seite darf man nur nehmen, wenn er ausdrücklich für beide Richtungen freigegeben ist. Auch dann sollte man sich natürlich ans Rechtsfahrgebot halten, um Unfälle zu vermeiden. Wenn Radfahrer auf der Straße unterwegs sind, müssen sie sich natürlich auch rechts halten, brauchen sich aber nicht in den Rinnstein zu quetschen. Zu parkenden Autos kann und sollte man einen Meter Sicherheitsabstand halten, zum normalen Straßenrand reichen 80 Zentimeter.   

12. Darf man über Zebrastreifen fahren?

Man darf. Bevorrechtigt sind an dieser Stelle aber nur Fußgänger. Sprich: Wenn man mit dem Rad an den Zebrastreifen heranrollt, müssen Autofahrer nicht anhalten. Anders sieht es aus, wenn man das Rad schiebt oder wie einen Roller benutzt. Dann gilt man auf dem Zebrastreifen als Fußgänger.

13. Darf man seinen Hund vom Rad aus Gassi führen?

Die rechte Hand am Lenker, die linke an der Hundeleine – klingt nicht ungefährlich, ist aber laut StVO ausdrücklich erlaubt. Hunde dürfen vom Fahrrad aus geführt werden, andere Tiere aber nicht.

14. Darf man Musik übers Handy hören?

Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist nicht nur im Auto verboten, sondern auch auf dem Rad. Auch Nachrichten tippen oder fotografieren werden mit 25 Euro Bußgeld bestraft. Es gibt aber Möglichkeiten, das Smartphone auf dem Rad ganz legal zu nutzen. Als Navi beispielsweise, mit einer Lenkerhalterung und einer enstprechenden App. Für die Zieleingabe muss man dann aber anhalten. Außerdem darf man Musik übers Handy abspielen. Kopfhörer sind auf dem Rad nicht grundsätzlich verboten, allerdings darf die Musik nicht so laut sein, dass man von den Umgebungsgeräuschen nichts mehr mitbekommt.

15. Darf man jemanden auf dem Rad mitnehmen?

Andere auf dem Gepäckträger oder dem Oberrohr mitnehmen ist eine ziemlich wacklige Angelegenheit. Kein Wunder, dass das verboten ist. Einzige Ausnahme: Kinder bis zu sieben Jahren dürfen in deinem geeigneten Fahrradsitz transportiert werden. Der Fahrer muss dafür mindestens 16 Jahre alt sein. 

16. Müssen sich Radfahrer an Tempolimits halten?

Die allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen – also 50 km/h innerorts und 100 km/h auf Landstraßen - sind für Radfahrer nicht bindend. Wer kann, darf schneller fahren, auch wenn das nicht ganz einfach werden dürfte. Etwas anderes gilt für Tempolimits, die durch Schilder angeordnet werden, etwa 30-Zonen oder Schrittgeschwindigkeit im verkehrsberuhigten Bereich. Daran müssen sich auch Radler halten. Da die wenigsten einen Tacho am Rad haben, ist die Verfolgung natürlich schwierig. Grundsätzlich haben aber auch Radfahrer kein Recht auf Raserei. Wie Autos müssen sie mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs sein. Wer mit 40 km/h über den schmalen Radweg rauscht, bekommt sicher eine Mitschuld, wenn er dort einen Fußgänger über den Haufen fährt.

Quelle: n-tv.de

Mit vereinten Kräften zur „fahrradfreundlichen Kommune“

Aufbruch zum Durchbruch: Nach einem regen Austausch über das Engagement, die Infrastruktur für den Radverkehr zu verbessern, starteten die Mitglieder des Runden Radl-Tisches mit den offiziellen Gästen der „Vorbereisung“ zur Radltour durch Freising. (Foto: Stadt Freising)

Das Ziel ist ehrgeizig, die Motivation hoch: Im Dezember 2014 hatte die Stadt Freising den Beitritt zur „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.“ (AGFK) beantragt. Ziel des Beitritts ist es, sich bei den Bemühungen um die Radverkehrsförderung in Freising die Unterstützung einer allgemein anerkannten und kompetenten Institution zu sichern.
In der Woche vor Ostern fand eine sog. „Vorbereisung“ durch zwei Vertreter der AGFK und jeweils einen Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC) sowie der Regierung von Oberbayern statt, die die bisherigen Bemühungen der Stadt Freising in Bezug auf die Fahrradfreundlichkeit zu bewerten hatten.

Seitens der Stadt Freising hatten sich die Mitglieder des Runden Radl-Tisches im Rathaus eingefunden. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern/-innen der Stadtratsfraktionen, dem ADFC, der Agenda21-Projektgruppe Bauen, Wohnen und Verkehr sowie Mitarbeitern/-innen der Freisinger Stadtverwaltung zusammen.

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hatte die Stadt Freising am Vormittag Gelegenheit, ihre langjährigen Bemühungen zur Verbesserung der Radweginfrastruktur zu erläutern. Der Nachmittag wurde dazu genutzt, im Rahmen einer Radltour durchs Stadtgebiet die bis dato erfolgten Maßnahmen sowie die vorhandenen Schwachpunkte des Radwegenetzes vor Ort buchstäblich „zu erfahren“. Im Gesamtergebnis wurden die bisherigen Anstrengungen der Stadt Freising positiv bewertet. Als Anwärterin auf eine Vollmitgliedschaft wurde die Stadt mit einer Liste von „Hausaufgaben“ ermutigt, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Aufgabe der Stadt Freising ist es nun, die Anregungen und Kritikpunkte der AGFK in den nächsten vier Jahren umzusetzen und in ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der nichtmotorisierten Mobilität einfließen zu lassen, wie die weitere Stärkung des Radverkehrs im Fachterminus heißt. Angeregt wurde u.a. die Verbesserung der Radabstellmöglichkeiten, die weitere Ausarbeitung des Radwegekonzeptes sowie die Einstellung eines Radverkehrsbeauftragten.    

Wenn die notwendigen Anstrengungen innerhalb dieser Frist eindeutige Verbesserungen der Radinfrastruktur erkennen lassen, steht der Aufnahme der Stadt Freising als Vollmitglied in der AGFK nichts im Wege.

Die angestrebte Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ kann von der Landesregierung vergeben werden, wenn der Erfolg der innerhalb von vier Jahren durchzuführenden Maßnahmen durch die dann erfolgende „Hauptbereisung“ der AGFK attestiert wird.  

© ADFC Freising 2019